Reviews und Testberichte – sinnvoll?

Das Internet ist überflutet von SEOs und Webmastern, die sich selbst nicht so ernst nehmen und einfach Webseiten über Produkte eröffnen und diese dort „testen“. Viele diese Seiten sind auf keinen Fall seriös und die dort veröffentlichten Testberichte eher schlecht recherchiert als wirklich aussagekräftig. Für die unbedachten Sucher nach Reviews wird es immer schwere solche Seiten von „echten“ und seriösen Test-Seiten zu unterscheiden.

Warum ist das so? Naja, der Hauptgrund ist sicherlich die Suche nach schnellem Geld. Viele hoffen mit ein paar Seiten ihr Einkommen etwas zu verbessern und „vermüllen“ so das Internet mit ihren Seiten. Allerdings gibt es auch einige, die richtig gut sind und sehr gute Rankings schaffen. Diese haben allerdings oft auch seriösen Content und können die Nutzer überzeugen.

Dennoch müssen sich die etablierten Seiten wie http://www.tomshardware.de/ oder auchhttp://www.pcgameshardware.de/Test/ in Acht nehmen – vor allem in kleineren Nischen bekommen sie schnell ernstzunehmende Konkurrenz, die sie wirklich Traffic kosten kann.

Das Hauptproblem ist allerdings, dass sehr viele Menschen auf diese Seiten hereinfallen und schlechte Geräte kaufen. Deswegen ist mein Tipp an alle, die ernsthaft über größere Anschaffungen nachdenken – sucht auf etablierten Seiten oder lest in gedruckten Zeitschriften. Auch nie verkehrt ist die Stiftung Warentest – sie testen unabhängig und seriös verschiedenste Produkte und vergleichen diese auf höchstem Niveau.

Auch beim anschließenden Kauf eines Produktes sollte man etablierte Preissuchmaschinen verwenden und nicht auf komische Nischenseiten zurückgreifen. Die Wahl des Online-Shops sollte nicht nur nach dem Kriterium Preis fallen, sondern auch Seriosität und AfterBuy-Services wie Umtausch. So wird der Kauf neuer Hardware egal ob Fernseher, Monitor, Haarfön oder sonst etwas sicherlich zu keinem Reinfall!

Keine Angst vorm alt werden

Endlich Wochenende Beate geht vor dem Samstagsfrühstück noch zum Postkasten, um die Zeitung zu holen. Die 27 jährige Betriebswirtin stapft die Treppe von der modernen Zwei Zimmer Wohnung des Kemptener Mietshauses hinab. Neben der Allgäuer Zeitung befindet sich noch ein Brief der Deutschen Rentenversicherung im Kasten. Auf dem Weg zum Morgenkaffee überfliegt sie neugierig die Zeilen des Schreibens. Es handelt sich um die Renteninformation der gesetzlichen Rentenkasse. Auf dem kleinen Balkon angekommen, widmet sie dem Schreiben nun mehr Aufmerksamkeit. Als erste Information fällt ihr eine Jahreszahl auf. Im Jahr 2051 wird sie 67. Dann ist sie erstmals berechtigt, Rente zu kassieren. Kann man so lange arbeiten? Sie denkt an ihre Eltern, die knappe 60 Jahre alt sind und mittlerweile ein wenig ausgebrannt wirken. Wie fit wird sie noch in diesem Alter sein? Sie schiebt die Gedanken zur Seite und liest weiter. Als nächstes ist ihre heutige Rente aufgeführt, falls sie wegen Krankheit nicht mehr arbeiten gehen könnte. Die Erwerbsminderungsrente beläuft sich auf 746.71 Euro. Na super, denkt sie, das würde dann wohl gerade die Miete und einen halbgefüllten Kühlschrank decken. Am Spannendsten ist jedoch die Höhe der zukünftigen Rente. Mit 1093,23€ fällt auch diese Zahl nicht üppig aus, obwohl sie nun schon gute 10 Jahre in ihrem Beruf tätig ist. Es wirkt schon ein wenig beängstigend, als sie die Problematik der steigenden Lebenshaltungskosten, bei gleichbleibenden Renten umreißt. Der dazwischen entstehende Kaufkraftverlust lässt das zu erwartende Renteneinkommen weiter dahinschmelzen. Im letzten Abschnitt des Briefes weist die Deutsche Rentenversicherung dann sogar mit freundlichen Grüßen auf diese Problematik hin und rät, selbst tätig zu werden, um der drohenden Altersarmmut zu entgehen. Beate beschließt, sich weiter zu informieren. So macht das nun mal eine gut organisierte Eventmanagerin.

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Diejenigen, die wie Beate heute zwischen 25 35 Jahre alt sind, verwenden ihr erstes berufliches Einkommen sehr kurzsichtig. Das Rentenniveau sinkt in den kommenden Jahren. Wer im Alter seinen Lebensstandard halten möchte, muss privat vorsorgen. Doch die Bundesbürger interessiert das nicht. Der soziale Abstieg droht.

Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach belegt, dass sich knapp die Hälfte der Befragten wenig oder kaum für das Thema Altersvorsorge interessiert. Dabei gewinnt diese Angelegenheit gerade für die junge Generation an Bedeutung. Es werden weniger Kinder geboren und die Alten erreichen ein höheres Alter Gift für ein umlagenfinanziertes Rentensystem bei dem die jüngeren Generationen für die Rente der Senioren aufkommen sollen. Das Statistische Bundesamt dokumentiert seit den Jahren des Wirtschaftswachstums Geburtenraten in Deutschland. Die Auswertungen zwischen den Jahren 1960 und 2008 ergaben einen Geburtenrückgang um annähernd 50%. Das Bundesinstitut für Bau und Stadtforschung hat darüber hinaus festgestellt, dass die junge Bevölkerung in Ballungszentren abwandert. Es bleiben ausgestorbene Dörfer ohne Bäcker und Metzger und die verbliebenen Alten. Darüber hinaus werden die Menschen aufgrund guter medizinischer Versorgung, reichhaltiger Ernährung und hoher Hygienestandards immer älter und bekommen so weitaus länger die Rentenbezüge. So gibt es derzeit 13.393 Rentner über 100 Jahre. Eine Zahl, die sich nach Angaben der Versicherer in den vergangenen 10 Jahren verdreifacht hat.

Montag am späten Nachmittag. Beate möchte sich nicht mit der Lage abfinden. Deshalb nutzt sie eine Empfehlung von einem Bekannten, einen Berater in Kempten zu den Möglichkeiten der Altersvorsorge zu befragen. In einem Kemptener Finanzvertriebsunternehmen trifft Sie auf den schlanken und ein wenig angespannten Johann Klinger. Das hohe Tempo der heutigen Arbeitswelt ist also auch in diesem Großraumbüro zu spüren, denkt Beate. Sie begeben sich in ein separates Zimmer, um dem hektischen Treiben zu entgehen. Klinger ist sehr bemüht, auf die Fragen seiner Kundin einzugehen. Bei einer Tasse Kaffee erkundigt er sich über Beates beruflichen Werdegang und ihre monatlichen finanziellen Ein und Ausgänge. Die erhobenen Daten und die Renteninformation der Betriebswirtin erfasst er in seinem Laptop und kann nun die Versorgungslücke im Rentenalter berechnen. Beate starrt gebannt auf den Bildschirm. Vor Ihr baut sich ein Säulendiagramm auf. Interessant sind dabei natürlich alle Werte, die nach dem 67. Lebensjahr aufgeführt sind, erklärt der Altersvorsorgeexperte. Er runzelt die Stirn, rückt die Brille auf der Nase zurecht und kommentiert der erschrocken dreinschauenden Beate ihre Versorgungslücke. “… gehen wir davon aus, dass Sie zu Rentenbeginn über 2.000 Euro verfügen können. Danach müssen wir überlegen, auf welche Höhe sich ihre Ausgaben nach heutigem Preisniveau belaufen werden. Ihren Angaben zufolge, kommen wir auf einen Betrag von 1.400 Euro. Auf den ersten Blick blieben ihnen also 600 Euro zum Leben. Nun kalkulieren wir die Preissteigerung ein. Bei einer 2,5 prozentigen Inflation betragen ihre Ausgaben mit 67 Jahren überschlägig dann nicht 1.400 Euro, sondern 2.294,60 Euro. Die Einkommensdifferenz liegt dann entsprechend bei monatlichen 294,60 Euro. Sagen Sie mir, dass Sie im Alter ihren Lebensunterhalt definitiv mit knapp 300 Euro weniger bestreiten können und alles ist gut. Anderenfalls haben wir verschiedene Angebote diesem Problem zu begegnen”, betont Experte Klinger. Im Folgenden erläutert der Diplomingenieur die Möglichkeiten der Vorsorge anhand von drei Säulen.